Vor einem Jahr habe ich mit Kollegen zusammengesessen und ausgerechnet, wie viel ein Haushalt mehr in der Tasche haben könnte, wenn er nur die richtigen Versicherungen und Anlageprodukte wählen würde. Nimmt man noch Strom, Handy und Heizen dazu, kamen im Durchschnitt 2500 Euro im Jahr zusammen. Einen wesentlichen Beitrag brachte die Autoversicherung. Hier kann man fast sicher 100 Euro sparen, in der Regel sogar deutlich mehr.

Für viele stehen die Chancen auf die Einsparung sehr gut. Mehr als 40 Millionen Autos sind in Deutschland von Privatleuten versichert, ganz sicher haftpflichtversichert, zu guten Teilen auch Teilkasko oder Vollkasko. Mehr als zehn Millionen Autobesitzer schließen jährlich einen neuen Vertrag ab, sieben Millionen, weil sie ein Auto gebraucht gekauft haben und dafür ein neuer Vertrag nötig ist. Drei Millionen Autos werden brandneu beim Hersteller gekauft. Hinzu kommen mindestens zwei Millionen Kunden, die in der Hochphase des Wettbewerbs zwischen den Versicherern im Oktober und November ihre Versicherung wechseln.

Hochphase deshalb, weil die Jahresverträge in der Autoversicherung für einen Wechsel einen Monat vor Ablauf gekündigt werden müssen und die allermeisten Verträge zum Jahresende ablaufen. Auch dieses Jahr wird die TV-Werbung wieder voll sein mit den Aufrufen der Versicherer, jetzt zu wechseln.

Zehn Millionen Chancen zum Wechseln und Sparen. Wenn dabei jeweils ein Hunderter gespart wird, bringt das den Verbrauchern eine Milliarde fürs Portemonnaie.

Wie nutzt man die Chancen also am besten? Angebote für eine Versicherung bekommen Kunden im Prinzip von drei Seiten:

Dem Autohändler, der ihnen zusätzlich zum Auto gleich auch gern den Versicherungsvertrag verkauft.

Dem Versicherer selbst, entweder über seinen Außendienst oder einen Makler/Mehrfachagenten.

Den kostenlosen Vergleichsportalen, die damit werben, den preiswertesten aus vielen Anbietern herauszusuchen, und dafür Provisionen von diesen Anbietern kassieren.

Ein Vergleichsportal allein reicht nicht

Wir haben bei Finanztip alle drei Wege genau untersucht. Am meisten Erfolg verspricht eine Mischung aus den Punkten zwei und drei: Vergleichsportal und Direkt über eine Versicherung oder einen Mehrfirmenvertreter. Die Autoversicherung beim Vertragshändler hingegen ist in den meisten Fällen deutlich teurer, in den Finanztip-Testfällen kostetet es im Schnitt 50 Prozent mehr als das beste Angebot - das sind bei einer durchschnittlichen Versicherung schnell 300 Euro.

Wir werden im November Beratungstage zum KFZ Versicherungswechsel anbieten.

Vereinbaren sie aber auch ruhig jetzt schon im Oktober mit unserem Fachmann Herrn Marschall einen Termin, denn die meisten Versicherer haben jetzt schon ihre neuen Tarife in die Vergleichsportale eingepflegt.

Wenn Sie in den kommenden Wochen Ihre Versicherungsrechnung für das Jahr 2016 bekommen und endlich sparen wollen, wissen Sie jetzt, mit wem Sie das Sparvorhaben angehen. Wichtig ist:

Keine Mitfahrer außer dem Partner angeben.

Die Zahl der Kilometer für das kommende Jahr niedrig schätzen (dann die tatsächliche Kilometerzahl aber nachmelden, falls Sie sie unterschätzt haben).

Eine Werkstattbindung des Versicherers ruhig akzeptieren.

Eine Selbstbeteiligung von 150 oder 300 Euro bei Schäden in Kauf nehmen, weil sie sonst unterm Strich draufzahlen.

Und die Versicherung für das ganze Jahr auf einen Schlag zahlen, monatliche Zahlung ist im Schnitt neun Prozent teurer. Da ist sogar ihr Dispo preiswerter.

Die Auswahl des richtigen Versicherers braucht mit dieser Strategie oft nicht einmal eine Stunde Zeit. Der Stundenlohn ist also spitze.

Gute Fahrt!


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